Biomechanische Untersuchungen Biomechanische Untersuchung in der konservativen Orthopädie

Biomechanische Untersuchung in der konservativen Orthopädie

Analyse von Haltung, Gangbild und Bewegungsabläufen zur gezielten Therapieplanung

Die biomechanische Untersuchung ist ein zentraler Bestandteil der konservativen Orthopädie und dient der funktionellen Analyse des Bewegungsapparates. Ziel ist es, Fehlbelastungen, muskuläre Dysbalancen und Bewegungsstörungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Sie bildet eine wichtige Grundlage für eine individuelle und nachhaltige orthopädische Therapie.

Im Rahmen der biomechanischen Diagnostik werden Körperhaltung, Beinachsen, Gelenkbeweglichkeit sowie das Gangbild systematisch untersucht. Dabei lassen sich Abweichungen in der Statik, Asymmetrien oder Fehlstellungen der unteren Extremitäten erkennen, die zu Beschwerden an Knie, Hüfte, Wirbelsäule oder Fuß führen können. Auch das Zusammenspiel von Muskulatur, Sehnen und Gelenken wird funktionell beurteilt.

Ergänzend erfolgt die Analyse der Wirbelsäule, einschließlich der Beurteilung des Wirbelsäulenlotes, der Beckenstellung sowie möglicher Haltungsabweichungen. Diese Untersuchung ist insbesondere bei Rückenschmerzen, Wirbelsäulenbeschwerden, Skoliose oder chronischen Überlastungssyndromen von großer Bedeutung.

Die Ergebnisse der biomechanischen Untersuchung fließen direkt in die Therapieplanung ein. Sie ermöglichen eine gezielte Auswahl konservativer Maßnahmen wie Physiotherapie, manuelle Medizin, Einlagenversorgung oder Trainingstherapie. Ziel ist es, Fehlbelastungen zu korrigieren, Schmerzen zu reduzieren und die Funktion des Bewegungsapparates langfristig zu verbessern.